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Was beim Verkauf an Unterlagen wirklich verlangt wird
Immoshine · 28. Juli 2026
Käufer und Bank fragen immer dieselben Dokumente ab. Wer sie beisammen hat, verkauft schneller — und muss den Preis nicht wegen fehlender Nachweise nachlassen.
Der häufigste Grund, warum sich ein Verkauf um Wochen zieht, ist nicht der Preis. Es sind fehlende Unterlagen. Die Bank des Käufers braucht sie für die Finanzierungszusage, und solange sie fehlen, passiert nichts.
Was praktisch immer verlangt wird
- Grundbuchauszug — aktuell, nicht der von 2015.
- Energieausweis — muss spätestens bei der Besichtigung vorliegen. Gültigkeit zehn Jahre; ohne gültigen Ausweis droht ein Bußgeld.
- Grundrisse und Wohnflächenberechnung — bei Abweichungen wird nachverhandelt.
- Bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärung, die letzten drei Protokolle der Eigentümerversammlung, Wirtschaftsplan und der Stand der Instandhaltungsrücklage.
- Nachweise über Sanierungen — was wann von wem gemacht wurde, mit Rechnung.
- Bei Vermietung: Mietverträge, aktuelle Mietaufstellung, Nebenkostenabrechnungen.
Warum die Protokolle der Punkt sind, an dem es kippt
Käufer lesen Versammlungsprotokolle inzwischen genau — dort steht, welche Sanierung beschlossen, vertagt oder gerade erst diskutiert wurde. Eine offene Dachsanierung, die im Protokoll auftaucht, kostet im Zweifel mehr Kaufpreisnachlass als sie selbst kostet. Das ist kein Argument, Protokolle zurückzuhalten (das fällt auf und beschädigt das Vertrauen dauerhaft), sondern eines, den Sachstand vorher selbst zu kennen.
Der Vorteil, wenn alles da ist
Wer die Unterlagen vollständig vorlegt, verhandelt aus einer anderen Position: Es gibt keinen Grund für Sicherheitsabschläge, und die Finanzierung des Käufers steht schneller. Deshalb lohnt es sich, die Akte zu führen, bevor man verkaufen will — nicht erst danach.
Allgemeine Orientierung, keine Rechtsberatung. Welche Unterlagen im Einzelfall nötig sind, hängt von Objekt und Bundesland ab.